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Allgemein

Projektmanagement mit Scrum

Zur medien-sprechstunde am 16.April 2013 haben wir Alexandra Quiring, Beraterin für digitale Umbrüche, eingeladen. Denn gerade digitale Projekte benötigen ein gutes Projektmanagement. Sie wird uns Scrum vorstellen, ein agiles Verfahren, um beispielsweise Software zu entwickeln. Die Veranstaltung findet von 18-20 Uhr bei Dorbrand Finanz Berlin GmbH, Plöner Str. 25 in 14193 Berlin statt und ist für alle Teilnehmer kostenfrei. Anmeldungen sind erbeten. Lesen Sie hier ein Interview mit Alexandra:

Liebe Alexandra, eignet sich Scrum denn als Tool für jede Art von Projektmanagement?

Scrum ist eine Methode in der agilen Softwareentwicklung, die vor allem von der Akzeptanz im Team und im Unternehmen lebt. Scrum verändert die Unternehmenskultur und verlagert die Entscheidungen weg vom Führungspersonal hin zu den Fachverantwortlichen. Ich würde die Frage umformulieren: eignet sich Scrum für jedes Team? Diese Frage kann man nicht pauschal beantworten. Die komplette Verlagerung der Verantwortung für die Entscheidung über die Entwicklung einzelner Features in die Hände der Entwicklungsteams zu legen, gefällt nicht jedem Geschähftsführer. Eine recht starre Rollen- und Prozessvorgabe gefällt zusätzlich nicht jedem und führt gelegentlich dazu, dass diese Methode der eigenen Unternehmensstruktur angepasst wird oder auch nur einzelne Elemente aus dem Prozess verwendet werden.
Hat ein Unternehmen allerdings die Entscheidung getroffen, nach agilen Methoden zu arbeiten, also schneller und präziser auf Marktentwicklungen zu reagieren, ist Scrum sicher eine sehr gute Methode. Eine weitere wäre in diesem Zusammenhang Kanban.

Was bedeutet agil?

Agile Softwareentwicklung bedeutet, auf aktuelle Marktentwicklung flexibel und mit möglichst einfachen, schlanken Konzepten zu reagieren. Als Gegenmodell hierzu kann man die alten Wasserfallmodelle sehen, in denen jahrelang ein Konzept erarbeitet wurde, Pflichtenhefte ausformuliert und dann in einem Schwung in die Entwicklungsabteilungen eingekippt wurden. Häufig entstanden so Projekte, und das passiert ja nach wie vor sehr häufig, die schon beim Startschuß veraltet waren – außerdem enorm teuer und am Kunden vorbei.
Die agilen Methoden stellen den Nutzer in den Mittelpunkt. Grundstein war das 2001 veröffentlichte agile Manifest, das ich hier kurz zitiere:

„We are uncovering better ways of developing software by doing it and helping others do it. Through this work we have come to value:

  • individuals and interactions over processes and tools
  • working software over comprehensive documentation
  • customer collaboration over contract negotiation
  • responding to change over following a plan

That is, while there is value in the items on the right, we value the items on the left more.“
agilemanifesto.org

Was ist das Besondere an Scrum?

Scrum ist ein komplettes Prozessgerüst, das sowohl für kleine als auch für große Teams funktioniert. Es bringt Rollenbeschreibungen, ein kompaktes Set an Tools und innovative Schätzungsmethoden mit. Es erlöst die Mitarbeiter aus zu festen und starren Pflichtenheften und ermöglicht eigenverantwortliches Arbeiten und Eigenititiative da, wo die Unternehmen sie benötigen – bei den kreativen Köpfen.

Was wirst Du uns in der medien-sprechstunde zeigen?

In der medien-sprechstunde möchte ich zeigen, wie Scrum und andere agile Methoden von klein- und mittelständischen Unternehmen sinnvoll zur Verschlankung und Priorisierung der eigenen Prozesse und Projekte genutzt werden können. Denn gerade sie haben keine Zeit ihre Energien in veraltete Ideen zu stecken und müssen sowohl das eigene Potenzial als auch das der Mitarbeiter bestmöglich ausschöpfen.

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